Hello Africa!

Die Pflicht ist geschafft - jetzt kommt die Kuer. Gestern frueh um 8.07 Uhr haben wir tatsaechlich Afrika betreten. Aufgrund unserer pannen-bedingten, grossen Zeitnot haben wir beschlossen, Europa bereits in Almeria zu verlassen, um wenigstens noch 8 volle Tage in Marokko verbringen zu koennen. Als wir gestern dann unsere Faehrtickets in der Hand hielten, konnten wir unser Glueck noch gar nicht richtig begreifen. Stolz wie die Spanier waren wir, es wirklich und wahrhaftig geschafft zu habenn so kurz vor der Ueberfahrt in einen anderen Kontinent zu stehen.

Doch der erfahrene Blogleser ahnt es bereits, unser Glueck sollte nicht lange waehren. Nein, auch wenn es vielleicht ins Bild passen wuerde, die Faehre ist nicht untergegangen. Dafuer aber beinahe das Kind, das direkt hinter uns, genau wie wir auf den billigen Plaetzen sass. Von der achtstuendigen Ueberfahrt hat die kleine Heulboje gefuehlte neun Stunden pausenlos geplaerrt und uns neben jeder Minute Schlaf auch jeden einzelnen, noch vorhandenen Nev geraubt. Kein gutes Vorzeichen fuer den bevorstehenden Grenzuebertritt.

Dieser war dann, ganz den Vorzeichen entsprechend, ein Stressinferno der allerersten Gueteklasse. Fuer dramatisch sieben lange Stunden sollten wir in dem 100 Meter langen, staubigen und gottlos lauten Niemandsland zwischen Spanien (Melilla gehoert noch zu Spanien) und Marokko eingesperrt sein, bevor es weitergehen konnte. Die Aufgaben waren folgendermasen verteilt: Lorenz bewachte die Mofas und ich versuchte mit dem was in 7 Jahren Franzoesischunterricht bei Frau Carasco haengengeblieben ist, saemtliche Papiere und alles Wissenswerte fuer die Weiterfahrt herbeizubringen.
Ich mache es kurz: nach stundenlangen Verhandlungen und voellig sinnentleertem hin- und hergeschickt werden von einem Beamten zum naechsten, von einam Buero zum naechsten und dann alles wieder rueckwaerts, kam ich ueber alle Masse entnervt, verhungert und schlafesohnmaechtig zurueck zu Lorenz. Dieser wusste in der Zwschenzeit so einiges zu berichten von den Unglaublichkeiten, die sich an dieser Grenze abspielen. Er wusste schon genau Besscheid wie das Bestechungystem funktioniert und konnte mir sagen, wer mit wem wie unter welcher Decke steckt. Ich dagegen konnte Lorenz sagen, vor welcher Problematik wir nun standen:

Um mit einem Mofa nach Marokko einreisen und gleichzeitig mit dem Flugzeug wieder ausreisen zu koennen, muss man eine ca. 400 Euro teuere Importsteuer bezahlen. Nur so umgeht man dann die temporaere Mofa-Greencard, die einen quasi bis einschliesslich des Zeitpunktes der Ausreise an sein Gefaehrt bindet. Wir hatten drei Moeglichkeiten:

1.) wir kehren sofort wieder um ins spanische Mellila, verkaufen die Dinger dort und reisen dann mit oeffentlichen Verkehrsmitteln weiter, ohne mit unseren Toeffs je marokkanischen Boden betreten zu haben.
2.) Wir bezahlen 400 Euro (je!), koennen dann nach Marokko einreisen und dort mit den Mofas machen wozu wir Lust haben, ohne jemandem darueber Rechnung schuldig zu sein.
3.) Wir holen uns die temporaere Greencard, und schauen was passiert.

Wir entschieden uns fuer 3. Und jetzt schauen wir was passiert.

9 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hallo, ihr ahnungslosen. habe mich schon gefragt, ob ihr noch gelegenheit bekommen werdet, die maroc. zollbedingungen für den temp. import von fahrzeugen kennenzulernen. kann man übrigens in jedem reiseführer nachlesen u. hat nichts mit korruption etc pp zu tun. mir ist kein land auf der erde einschl. eu bekannt, in das man zollfrei fahrzeuge importieren kann. eure "entdeckung" ist also keine. in der tat werdet ihr bei der ausreise am maroc. zoll sehen, was passiert, wenn ihr die mofas verkauft/verschenkt habt. auch wenn ich die spannung damit kaputt mache: der temp. import ist vom maroc. zollcomputer erfasst.die frage ist also nur,ob ihr den zoll nur nachzahlen müsst oder auch eine zusätzliche strafe bekommt. auf behördendeutsch nennt sich das steuerhinterziehung oder zollbetrug. da ist afrika leider nicht anders als old germany. passt auf, dass euch keine europ. wohnmobilrentner über den haufen fahren bzw. radler überholen. erstere sonnen sich heute bis in den w-sahara hinunter und letztere sind schon bis mauretanien gekommen. maroc ist leider nicht mehr das grosse abenteuer (aber immer noch ein zauberland!), als was ihr es verkaufen wollt. dazu muss man etwas weiter nach süden. bin gespannt, wie ihr euer problem löst. mit jedem km weiter nach süden wird es grösser.
grüsse sebastian

Dominik Bührer hat gesagt…

Hey Jungs,

meine Schüler in Zermatt lernen von euch ne ganze Menge.

Eure Reise wird täglich ausgedruckt und an unsere Pinnwand gehängt.

Lg und gutes Gelingen, Dominik

Weingartener Rollerabchecker hat gesagt…

Laßt euch die Mopeds klauen...am besten bei der Deutschen Botschaft in Rabat um die Ecke...;-)

Anonym hat gesagt…

Morgen David und Lorenz, lasst Euch die schlechte Stimmung nicht vermiesen. Der Griff nach dem Sternen ist nicht mehr fern ;) Bis bald...Hamme

Tobias hat gesagt…

Glückwunsch zum erreichten Ziel!

Ich würde bei der Ausreise auch einfach angeben, dass die Schwalben geklaut wurden. So kann euch keiner unterstellen, dass Ihr die Dinger tatsächlich importieren wolltet (den Begriff "importieren" finde ich sowieso für einen Haufen Schrott ein bisschen fehl am Platze!).

Alternativ (wenn es eure Reisekasse zulässt) könntet Ihr eure Mopeds ja auch einfach per Flugzeug wieder mitbringen. Das kostet bestimmt auch nicht mehr wie 400 Euro und ich kann mir gut vorstellen, dass euer Herz langsam an diese Dinger gewachsen ist... da will man sie doch nicht einfach so hergeben, oder?

Viel Spass noch!

Anonym hat gesagt…

genialer vorschlag, die mofas als gestohlen zu melden, um den zoll zu sparen. dann kommt zum zollbetrug noch das vortäuschen einer straftat hinzu - und das ganze öffentlich im internet verhandelt. für alle, die noch nicht in maroc waren: maroc ist keine bananenrepublik, in der wilde mit baströckchen herumlaufen!!!!!!!! diese arroganz der dummheit, die aus manchen kommentaren spricht, beleidigt ein ganzes land. maroc ist mittlerweile ein modernes land, handys, internet sind allgegenwärtig. die masse der bevölkerung ist zweisprachig - arabisch + französisch. trotz eines nachwievor bestehenden analphabetenproblems (betr im wesentlichen die ältere generation) ist der anteil der oberschüler + studenten an der jungen bevölkerung gewaltig. bei den sicherheitskräften insbes. der surete nationale haben sie moderne technik + einen hohen bildungslevel - mit sicherheit höher als bei uns. mit anderen worten: die können lesen da unten und noch einges mehr. im übrigen ist das land nachwievor als autoritäres system einzustufen, dessen sicherheitsorganen man im unguten nicht in die quere kommen sollte. hat man als fremder ein problem, wird man dort aber auch in jedem fall hilfe finden. ich war in den letzten jahren mehrfach unfreiwillig gast bei der surete nationale (weil sie nicht mögen, wenn fremde in den slums spazieren gehen + fotos machen)und weiss wovon ich rede. also: erst hinfahren, sich das land und die leute anschauen und dann kommentare abgeben.
sebastian

Anonym hat gesagt…

Hamme, ein Kommentar ist nicht anonym, wenn Du deinen Namen drunter schreibst;-)

Eure Tour ist mir heute erst wieder eingefallen, was machen den die "Moffafahrer";-), und schon bekam ich eine Verlinkung.

Euch beiden gratuliere ich zu der Leistung.

Freundliche Grüße
Ralph

Anonym hat gesagt…

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